12 August 2011

Nachverkäufe

Ein heikles Thema!

Wenn Pinguine, sprich Kellner/-innen, im Restaurant gebrieft werden, wird im Allgemeinen auch immer das Thema Nachverkauf angeschnitten. Im Restaurant heißt das, das der/die Kellner/-in Ihnen schon während des Essens weitere Getränke aufschwatzt, Sie zu einem Dessert überredet und Ihnen natürlich auch einen Espresso, oder Ähnliches, am Ende des Menüs verkauft. Das sind die Sachen, an denen ein Restaurant wirklich verdient.

Gut, im Restaurant ist diese Vorgehensweise durchaus akzeptabel und man kann darüber hinwegschauen.
Doch wie sieht es ansonsten mit Nachverkäufen aus?

Am schlimmsten fällt es mir momentan an den Tankstellen auf. Tanken allein scheint dort einfach nicht mehr zu reichen. Einfaches Bezahlen der Tankrechnung an der Kasse ist nicht mehr drin, denn.......es gibt da immer noch Fragen die dem Verkaufspersonal an der Kasse auf der Zunge liegen:
"Vielleicht noch einen Kaffee oder ein Croissant mit auf den Weg?"
"Vielleicht noch ein Feuerzeug zu der von Ihnen gekauften Schachtel Zigaretten?"

Man möchte fast antworten "Vielleicht noch einen in die Fresse für die ständige dumme Fragerei?" Am schlimmsten ist es morgens vor der Frühschicht im Halbschlaf in der Tanke an der Kasse zu stehen und diese dummen Fragen zu hören.
Wirklich eine Zumutung! Bitte , liebes Tankstellenpersonal, reißt Euch zusammen und verschont mich mit dieser Verkaufstaktik.

Aber nicht nur an den Tankstellen ist es so. Beim Burgerdealer meines Vertrauens läuft der Nachverkauf auch auf vollen Touren. Bestellt man sich zum Beispiel nur etwas zu essen, erfolgt als allererstes die Frage: "Im Menü?" Gefolgt von:"Vielleicht noch ein Getränk dazu?" Und als Abschluß kommt erwartungsgemäß:"Vielleicht noch eine Apfeltasche als Nachtisch?"

Mein Gott, würde ich das nicht alles automatisch bestellen wenn ich Lust darauf hätte? Diese ganze Fragerei ist wirklich vertane Lebenszeit. Manchmal hätte man Lust mit dem Personal am ersten und zweiten Schalter intensiv darüber zu diskutieren. INTENSIV!!!
Aber leider nimmt diese Art von Verkaufsgesprächen immer mehr zu und nervt, nervt, nervt.

Und das schlimme ist:

Momentan lese ich zum zweiten Mal Bill Brysons "Reif für die Insel" aus dem Jahre 1995. Und in diesem Buch beschreibt er in einem kurzen Abschnitt auch solch einen Nachverkauf bei einem Burgerdealer. (Und Bryson hat das mit dem Personal auf der Stelle auf seine Art ausdiskutiert!)Das Phänomen ist also nicht unbedingt etwas Neues.
Also werde ich wohl damit leben müssen.
Also werden wir wohl damit leben müssen.

Aber müssen wir das wirklich? Nein!!! Ich werde demnächst mit Gegenfragen antworten und dies solange betreiben bis mich die Verkäufer kennen und keinerlei Worte mehr über Nachverkäufe verlieren. Jawoll. Es sieht schwer nach verbaler Gegenwehr aus.



Bis denne
Dirk


Kommentare:

Hart ist das leben hat gesagt…

????

Hart ist das leben hat gesagt…

!!!

Hart ist das leben hat gesagt…

Lieber Dirk
Die,die Nerven, oder denen man wie du so schön sagst "Schnauze Hauen" sind leider andere. Menschen im Dienstleistungsgewerbe sei es nun der Kellner oder der Tankstellen-angestellte arbeiten in der Regel für 5 - 8 Euro. Tun sie nicht, was der Vorgesetzte oder der Chef sag sind sie ihren unterbezahlten und beschissenen Job los. Da sie meist auch auf die paar Kröten angewiesen sind (sonst würden sie es nicht tun)machen oder sagen sie Dinge die sie sonst nicht machen oder sagen würden. Nun sind sie leider auch noch zu Fußabtreter dekradiert. Man muss das Übel an der Wurzel packen. Die Wurzel sind die, die die Schnauze nicht voll genug bekommen. Den dicken Wagen fahren, das Geld verprassen ... mit den Worten " ich kann nicht mehr Geld bezahlen" andere ausbeuten. Warum werden tausende auf die Straße gesetzt damit ein Konzern noch mehr Milliarde verdient und die Aktionäre immer fetter werden ?? Wir beide haben doch vor vielen Jahren an dieser Front gekämpft !! (schon vergessen??) Warum können viele Leute mit 8 Stunden ehrliche Arbeit ihre Familien nicht ernähren ?? Die meisten müssen doch Abens an der Tankstelle dazuverdienen um ein wenig am Leben teil nehmen zu können. Fazit: Sag doch einfach freundliche nein Danke und gut is !! Noch einen Spruch möchte ich mit auf den Weg geben: Wenn man über einen Menschen urteilt, so soll man zuerst seine Schuhe anziehen und den Weg gehen den er gegangen ist. Freundlichen Grüße Heinrich Rolf Wald